Politik: Vom Libanon nach Palästina
zum Hauptinhalt
Tagesspiegel Plus

Politik: Vom Libanon nach Palästina

Es liegt eine gewisse Ironie darin, dass die beiden großen Sicherheitsprobleme dieser Tage – der Libanon und das iranische Atomprogramm – nun bei den UN liegen. Und dass es gerade die UN-Skeptiker USA und Israel sind, die glauben, die Weltorganisation könnte ihnen bei der Lösung dieser Probleme helfen.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Es liegt eine gewisse Ironie darin, dass die beiden großen Sicherheitsprobleme dieser Tage – der Libanon und das iranische Atomprogramm – nun bei den UN liegen. Und dass es gerade die UN-Skeptiker USA und Israel sind, die glauben, die Weltorganisation könnte ihnen bei der Lösung dieser Probleme helfen. Beides entspringt sowohl Einsicht als auch Ratlosigkeit. Die US-Regierung verspürt nach dem Irakdebakel wenig Neigung, den Iran mit Gewalt von der Bombe abzubringen und setzt deshalb auf Diplomatie und internationalen Druck. Und auch Israel hat aus Fehlern gelernt. Um die Hisbollah von Israels Nordgrenze fernzuhalten, gab es nur die Alternative: Im Südlibanon bleiben oder eine UN-Friedenstruppe herbeirufen. 18 Jahre als Besatzer im Libanon haben den Israelis aber gereicht. Deshalb wollen sie es noch einmal mit den UN versuchen – trotz der schlechten Erfahrungen mit der alten Unifil. Die gilt zu Recht als ineffektivste Blauhelmtruppe der Geschichte.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })