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Weimarer Reichsverfassung: Vor 100 Jahren trat die Nationalversammlung erstmals zusammen
Das Urteil über die Weimarer Republik wandelt sich zum Positiven. Nicht mehr ihre Zerstörung 1933 steht im Vordergrund, sondern die Errungenschaften. Ein Essay.

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Wenige Tage nach dem 30. Januar, diesem Schicksalsdatum der deutschen Geschichte, fällt der unvoreingenommene Blick auf die dem NS-Regime vorangehende Weimarer Republik besonders schwer. Deren Beurteilung hat seit der Gründung der Bundesrepublik vier Jahre nach Kriegsende jahrzehntelang darunter gelitten, lediglich als Vorläufer des „Dritten Reichs“ gesehen zu werden. Selbst als sich diese Verknüpfung, die durch den Übergang der Notverordnungskabinette ab 1930 zur Kanzlerschaft Adolf Hitlers gegeben scheint, zugunsten einer differenzierten Betrachtung lockerte, blieb doch die These vom deutschen „Sonderweg“ bestehen, der zufolge Deutschland sich spätestens seit dem Bismarck-Reich von der Entwicklung des Westens abgekoppelt und damit das spätere Scheitern der Republik vorbereitet habe.
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