Brasilien-Tagebuch: Was der Wald wert ist
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Eilson Santos ist einer von 24 Öko-Bauern in Itaracaré im brasilianischen Bundesstaat Bahia. Das Bild zeigt ihn bei der Kautschuk-Ernte.

© Dagmar Dehmer

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Brasilien-Tagebuch: Was der Wald wert ist

Unsere Politikredakteurin Dagmar Dehmer war eine Woche lang mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Brasilien unterwegs. In einem Online-Tagebuch schildert sie ihre Eindrücke aus dem lateinamerikanischen Land. In ihrer letzten Folge geht sie der Frage nach, ob es möglich ist, den Regenwald so wertvoll zu machen, dass er stehen bleibt.

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Rui Rocha hat vor gar nichts Angst. Der Präsident des Instituto Floresta Viva hat es den ehemals illegalen Siedlern sagen müssen. Gerade hatte die Agrarreformbehörde den Familien Besitztitel für das Land ausgestellt, das sie für sich gerodet hatten. Und dann kam Rui Rocha und musste ihnen klar machen, dass sie im Naturschutzgebiet sitzen. Denn zeitgleich hatte die Staatsregierung von Bahia das Gebiet zwischen Ilhéus und Itacaré zum Naturschutzgebiet erklärt. Es dauerte Jahre, bis für die Siedler ein alternatives Stück Land gefunden, es vom Staat Brasilien gekauft und mit einer Basis-Infrastruktur ausgestattet war. Aber Rui Rocha hat dabei gelernt, „dass Naturschutz in Brasilien nicht möglich ist, ohne die damit verbundenen sozialen Fragen zu beantworten“. Seither versucht der Professor für Agrarökonomie den Küstenregenwald Mata Atlantica in Wert zu setzen, damit die Menschen die im oder um den Wald herum leben, sich ein Einkommen erwirtschaften können.

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