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Veranstaltungen: Welches Europa wollen wir?
Mit fünf Diskussionsrunden zu aktuellen Fragen möchten wir dem vereinten Europa vor den Wahlen im Juni den Puls fühlen: Welchen Einfluss hat Europa in einer Welt, deren Machtzentren sich gerade dramatisch verschieben?
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Auf der ersten Veranstaltung der „Reden über Europa“ nannte der ehemalige polnische Außenminister und spätere Europa-Abgeordnete Bronislaw Geremek das Projekt Europa „den vielleicht einzigen Erfolg des traurigen 20. Jahrhunderts“. Die aus der Angst vor dem Kommunismus geborene Initiative habe letztlich den Frieden der Nachkriegszeit gesichert. Geremek, der im letzten Jahr tödlich verunglückte, betonte allerdings auch, dass diese Botschaft für die heutige EU nicht mehr Identität stiftend sei. Seit dem irischen Nein zum Reformvertrag und dem Ausbruch der Weltfinanzkrise stellt sich die Frage nach effizienteren Strukturen für ein gemeinschaftliches Handeln dringlicher denn je. „Schwach, uneinig, scheinheilig“ nannte der britische Intellektuelle Timothy Garton Ash die EU-Außenpolitik im Gazakonflikt und im Gasstreit mit Russland. Die Polyphonie europäischer Stimmen irritiert mittlerweile nach innen und außen.
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