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Gefeuerter Umweltminister: Wie Röttgen abserviert wurde
Mit allem hatte der Umweltminister gerechnet, als ihn Angela Merkel zum Gespräch bat, aber nicht mit seiner Entlassung. Doch die Kanzlerin spürte, dass er ihr gefährlich wurde. Gefährlich schwach.
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Wenn der Blitz einschlägt, dann gibt es erst dieses ohrenbetäubende Krachen, dann ein kurzes Nachgrollen – und dann ist es plötzlich still. Der Blitz, der Norbert Röttgen traf, kam nicht aus heiterem Himmel. Trotzdem, das schlimmste Unwetter schien lange vorbei an diesem Mittwochnachmittag, die Wahlniederlage, der Rücktritt vom Landesvorsitz, das bayerische Rumpeln, das viel zu laut war, um nicht wie Theaterdonner zu wirken. Angela Merkel ist auch nicht laut. Sie ist knapp, geschäftsmäßig, fast staatslehrerhaft. „Guten Tag meine Damen und Herren“, sagt die Kanzlerin in die eilends ins Kanzleramt bestellten Kameras und Mikrofone hinein, „ich habe heute Vormittag mit dem Herrn Bundespräsident gesprochen, und ich habe ihm gemäß Artikel 64 des Grundgesetzes vorgeschlagen, Norbert Röttgen von seinen Aufgaben als Bundesumweltminister zu entbinden und so in diesem Amt einen personellen Neuanfang möglich zu machen.“ Die den Satz hören, blicken einander an. He, sie hat ihn rausgeworfen!
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