Gewalt in Ägypten: Zeugen des Zorns
zum Hauptinhalt
Tobender Triumph. Fußballfans in Kairo bejubeln das Todesurteil, während eine Menschenmenge in Port Said versucht, das Gefängnis zu stürmen. Es gibt mehrere Tote. Foto: Khaled Desouki

© AFP

Tagesspiegel Plus

Gewalt in Ägypten: Zeugen des Zorns

Freude auf Seiten der Verwandten und Freunde der Opfer des Blutbades vor einem Jahr, Wut und Krawalle von Seiten der Fans des Fußballclubs Al Masry - noch nie war Ägypten so gespalten wie zum zweiten Jahrestag der Revolution. Die Gewalt gerät landesweit außer Kontrolle.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Kaum hatte um 9 Uhr früh der Vorsitzende Richter Sobhy Abdel Maguid im Staatsfernsehen live die Liste der 21 zum Tode verurteilten Fußballfans aus Port Said verlesen, brach vor den Toren der Polizeiakademie in Neu-Kairo frenetischer Jubel aus. Frauen stimmten mit ihren Freudenträllern wie auf einer Hochzeitsfeier ein, Männer lagen sich weinend in den Armen, andere küssten innig Fotos ihrer getöteten Angehörigen, die sie mitgebracht hatten. „Rache, Rache“ rief die Menge in Sprechchören und schwenkte mitgebrachte Galgenstricke.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })