
© William Veder
30 Jahre Reaktorunglück: Zurück in der Todeszone von Tschernobyl
Selbstsiedler, Samosely – so werden die Menschen genannt, die in Tschernobyls verseuchter Zone leben. So wie Baba Walja mit ihrer Hündin Dana. Die Messwerte im Garten? Interessieren sie nicht. Die 77-Jährige sagt: Heimat ist alles.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Als einzelne dunkle Flecken tauchen die Fische im stillen Kanalwasser auf. Bis zu einen Meter lange, bewegliche Flecken. Es werden mehr, immer mehr. Zu viele, um sie zu zählen.
Über den Kanal führt eine Eisenbahnbrücke, deren Gleise im Nichts enden. Zwischen Stahlschwellen bleibt die Sicht nach unten frei, auf jeden einzelnen Fisch, es sind Karpfen. Der Schwarm als Organismus, der stetig schneller wächst. Unkontrollierbar, wild.
Einige hundert Meter weiter erhebt sich zwischen wuchtigen Industrieruinen ein Schornstein aus einer Betonkuppel. Tschernobyl.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true