
© WDR/Max Kohr
Neues Talk-Format mit Sandra Maischberger: Gregor, Gysi, glücklich?
„Ich stelle mich“ im WDR: Das Format passt auch zu Sandra Maischbergers neuem Talkplatz im Ersten. Gregor Gysi erklärt gleich mal, wie eine gute Ehe funktioniert.
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Das Fernsehen sollte ganz schnell eine Castingshow veranstalten. Nicht, um das beste Gesangstalent zu suchen oder den geschicktesten Equilibristen, nein, es geht um einen würdigen Ersatz für Gregor Gysi. Der will im Herbst den Fraktionsvorsitz der Linkspartei im Bundestag aufgeben, der Politiker überlegt zudem, ob er für den nächsten Bundestag wieder kandidieren will. Seine Feinde werden den „Nachlassverwalter des Bösen“, sprich der DDR und der SED, von Stasi und Unfreiheit nicht vermissen; seine Freunde werden sich die politische Arena nicht ohne ihren „Robin Hood der Ostdeutschen“ vorstellen können. Das Fernsehen aber braucht Typen wie den 67-jährigen Berliner ganz unbedingt. Er ist blitzschnell im Kopf, er ist ein Rhetoriker, prägnant, charmant und pointiert, immer für einen auffälligen Satz oder quicklebendige Sentenzen gut. Gysi weiß mit dem Medium umzugehen, das Fernsehen und er, sie sind sich alles andere als spinnefeind – sie nicken einander zu.
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