Mietendemo in Potsdam: Mehr Wohnungen und Schutz gefordert
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Mietendemo in Potsdam

© Andreas Klaer/Andreas Klaer

Mietendemo in Potsdam: Mehr Wohnungen und Schutz gefordert

Mehrere Hundert Teilnehmer der Mietendemo zogen am Samstag durch Potsdam. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel fordert indes mehr Förderung von Bund und Land für Wohnungsbau.

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Etwa 500 Menschen haben am Samstag in Potsdam gegen hohe Mieten und für mehr bezahlbaren Wohnraum demonstriert. Gefordert wurden unter anderem mehr Sozialwohnungen, zusätzliche Wohnheime sowie mehr Mieterrechte.

Aufgerufen zu der Demo mit dem Motto „Her mit den Wohnungen! Runter mit den Mieten!“ hatte ein Bündnis aus 25 Initiativen und Organisationen, darunter die Linke, die Wählergruppe Die Andere, das Bündnis „Stadt für alle“, die Grüne Jugend, der DGB, Mieter- und Studierendengruppen. Die Demo begann am Platz der Einheit und führte über die Lange Brücke zum Zentrum Ost und endete auf dem Alten Markt.

Bereits vor der Demo hatten die Organisationen auf die für viele Bevölkerungsgruppen dramatische Lage auf dem Potsdamer Wohnungsmarkt aufmerksam gemacht. Kinder und Jugendliche dürften nicht mit der Angst vor Verdrängung in der eigenen Stadt aufwachsen, sagte etwa Anne Zöppig vom Stadtjugendring.

Eine zentrale Forderung der Demo war zudem ein besserer Schutz vor Eigenbedarfskündigung. Die Landesregierung wurde bereits mit einer Petition zum Handeln aufgerufen. Bisher tut sich hier jedoch nichts.

Mietendemo - breites Bündnis Potsdamer Initiativen (Stadt für alle Potsdam
Die Linke Potsdam
Wählergruppe DIE aNDERE
Hausprojekt Tuchmacherstraße
Mieter*innengemeinschaft Wichgraf11
Mieter*innen in Babelsberg
AStA Uni Potsdam
Stadtteilgewerkschaft Waldstadt Solidarisch
La Datscha
MieterInnengemeinschaft Jung & Alt in Potsdam-West
Tornow40
Freunde der Pasteurstraße e.V.)
Etwa 500 Teilnehmer
Auf der Mieterdemo wurde auch mehr Schutz vor Eigenbedarfskündigungen gefordert.

© Andreas Klaer/Andreas Klaer

Berichtet wurde zudem von wachsenden Problemen von Mietern: von überhöhten Heizkostenabrechnungen, unerlaubten Mieterhöhungen und schwer erreichbaren Hausverwaltungen.

Mietendemo - breites Bündnis Potsdamer Initiativen (Stadt für alle Potsdam
Die Linke Potsdam
Wählergruppe DIE aNDERE
Hausprojekt Tuchmacherstraße
Mieter*innengemeinschaft Wichgraf11
Mieter*innen in Babelsberg
AStA Uni Potsdam
Stadtteilgewerkschaft Waldstadt Solidarisch
La Datscha
MieterInnengemeinschaft Jung & Alt in Potsdam-West
Tornow40
Freunde der Pasteurstraße e.V.)
Etwa 500 Teilnehmer
Der Protestzug zog vom Platz der Einheit zum Zentrum Ost.

© Andreas Klaer/Andreas Klaer

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) fordert von Land und Bund mehr Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau. Dem RBB sagte Aubel am Samstag, die Kosten für Grundstücke, Baumaterialien und Zinsen seien sehr hoch. Das führe selbst bei Neuvermietungen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Pro Potsdam zu Quadratmeterpreisen von mehr als 22 Euro. Für Menschen mit mittleren Einkommen sei das kaum zu bezahlen.

Das Demo-Bündnis hatte Aubel wegen der Räumung eines besetzten Gebäudes auf Hermannswerder vor dem Protestmarsch kritisiert. Sie fühlten sich von Aubel im Stich gelassen, sagte Holger Zschoge von „Stadt für alle“.

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