Taxi-Misere in Potsdam: Spott über die "Provinzstadt"
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Der Taxistand am Potsdamer Hauptbahnhof.

© Andreas Klaer

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Taxi-Misere in Potsdam: Spott über die "Provinzstadt"

Das Ansehen Potsdams nimmt durch die Taxi-Not schweren Schaden. Lösbar scheint das Problem nicht.

Von Carsten Holm

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Potsdam - Es gibt sicherlich größeres Unglück als kein Taxi zu bekommen. Was sich jedoch vor ein paar Tagen an der Rezeption des Inselhotels auf Hermannswerder zugetragen hat, ist ein veritables Ärgernis, das dem Ansehen Potsdam Schaden zufügen kann – und kein Einzelfall. Gäste der Vier-Sterne-Herberge hatten erfahren, dass die französische Küche der Brasserie zu Gutenberg empfehlenswert sei, sie freuten sich auf Coq au vin, auf Filet à la pique, dazu die Weinempfehlung, Neiss Rote Rebe. Zum Finale Crème brûlée, dann bloß noch ins Taxi fallen lassen und zurück ins Hotel.
Das Huhn lag bereit, das Schweinefilet auch – nur ein Taxi war nicht zu bekommen. Es war wie so oft: Die Taxizentrale nahm den Auftrag entgegen, aber niemand nahm ihn an. Empfangschef Michael Friedrich rief Taxifahrer an, deren Telefonnummern für solche Fälle bereitliegen und bat um Hilfe – vergeblich. Eine Dreiviertelstunde warteten die Gäste, dann machten sie sich mit ihrem Auto auf den Weg. „Das ist doch eine Zumutung“, sagte Friedrich den PNN. 

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