Film-Debüt mit TV-Thriller: Woyzeck in Niederbayern
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In der Welt des Unbehausten. Roland (Max Wagner) schmeißt sich als neuer Arbeitskollege an den Außenseiter Werner heran.

© schöne neue filme/Adina Huber

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Film-Debüt mit TV-Thriller: Woyzeck in Niederbayern

Ein Waldschrat, ein Mord, ein Freund und die Auflösung eigener Orientierungen durch die Umwelt: Das Film-Debüt im Ersten „Die Maßnahme“.

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Es ist unspektakulär in diesem Film, von Anfang an. Wortkarge junge Männer wühlen im Elektroschrott nach Wiederverwertbarem. Sie schaufeln in der Kantine das Essen in sich hinein, draußen wird geraucht, nie scheint die Sonne. Die sozialen Rollen sind fest vergeben: Einer, der Werner (Aljoscha Stadelmann), wird gemieden. Er isst für sich alleine. Er soll eine 17-Jährige aus dem Betrieb getötet haben. Gerichtsfest beweisen kann es ihm die Polizei nicht. Aber für Werners Umgebung ist der Verdacht Gewissheit. Der bärtige Schrat haust in dem verfallenen Anwesen seiner gestorbenen Eltern, säuft und spinnt. Einem Schaf hat er ein Zimmer eingerichtet, es streunt durch das Messie-Haus. Man assoziiert: Büchners Woyzeck wohnt jetzt in Niederbayern, eine Marie ist tot, und der Mond ein „blutig Eisen“. Vielleicht.

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