Holocaust-Überlebender Leon Schwarzbaum in Potsdam: „Ich hatte nicht die Kraft, mir das Leben zu nehmen“
Leon Schwarzbaum war gerade Anfang 20, als seine Familie in Auschwitz ermordet wurde. Er selbst überlebte. Die Dokumentation „Der letzte Jolly Boy“ geht seinem bewegten Leben nach. Der 97-Jährige stellte sie im Thalia-Kino vor.
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Potsdam - Es ist das erste Mal seit über 70 Jahren, dass Leon Schwarzbaum wieder singt. Eine vorsichtige Freude ist ihm dabei anzusehen, er lächelt entspannt. „Roumania, Roumania“ heißt das jiddische Lied – ursprünglich komponiert und interpretiert von Aaron Lebedeff – , das er in der Schlussszene von „Der letzte Jolly Boy“ in einer Duettversion vorträgt. Es ist eine der berührendsten Szenen in der Dokumentation von Regisseur Hans-Erich Viet, die er am Dienstagabend gemeinsam mit Leon Schwarzbaum auf Einladung des Fachschaftsrates Jüdische Studien und das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam im Thalia-Kino vorstellte. Sie ist leicht und fröhlich und und trägt trotzdem all das Schreckliche nach außen, das Leon Schwarzbaum in seinem Leben erlebt hat.
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