Zum Welttag des Buches: Vierte „BuchKunst“-Ausstellung in Potsdams SLB
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Rainer Ehrt stellt auch bei der BuchKunst-Ausstellung aus.

© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Rainer Ehrt

Zum Welttag des Buches: Vierte „BuchKunst“-Ausstellung in Potsdams SLB

Kunstwerke in Buchform: Darum geht es am 25. April in der Stadt- und Landesbibliothek. Auch Tina Flau, Julia und Rainer Ehrt, Jana Wilsky und Mike Bruchner sind dabei.

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Künstlerbücher haben eine lange Tradition: Entstanden in den 1920er-Jahren, haben sich die Kunstwerke in Buchform durch Konzeptkunst und Fluxus-Bewegung als eigenständige Kunstgattung etabliert. Im Umfeld des Welttags des Buches findet in der Stadt- und Landesbibliothek bei freiem Eintritt ein von Tina Flau und Constanze Kreiser organisiertes Programm statt.

Jana Wilsky Die Erde summt BuchKunst
Jana Wilsky ist unter den Potsdamer Teilnehmenden.

© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Jana Wilsky

Dazu gehören Lesungen mit den Bücherkindern Brandenburg und der Literatur- und Kunstzeitschrift Herzattacke am 24. April sowie die vierte Ausstellung „BuchKunst Potsdam“ am 25. April. An diesem Tag stellen 14 brandenburgische Künstlerinnen und Künstler wie Jana Wilsky, Mike Bruchner, Julia und Rainer Ehrt und die Künstlergruppe Herzattacke ihre Künstlerbücher selbst aus: Von kleinen Heften bis zu opulenten Werken ist alles dabei.

Und auch die Techniken sind vielfältig: Malerei, Zeichnung, Bleisatz und Handschrift sowie alle Formen künstlerischer Druckgrafik, Fotografie und Digitaldruck sind vertreten – die Entscheidungen zur künstlerischen Gestaltung sind eng mit dem Inhalt verwoben, der von Lyrik bis zu aktueller Wissenschaftsliteratur reicht. In manchen Werken wird nur malerisch-zeichnerisch gearbeitet; in anderen geht es vor allem um eine besondere Form der Schriftgestaltung.

Die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam ist anlässlich des Welttags des Buches am 23. April nicht nur der Veranstaltungsort. Sie hat bereits einige Künstlerbücher brandenburgischer Künstlerinnen und Künstler in ihrer Künstlerbuchsammlung, die stetig – auch über Buchpatenschaften – erweitert wird.

„Künstlerbücher haben mich schon immer begeistert“, sagt Tina Flau. „Darin lassen sich Inhalte künstlerisch sehr gut darstellen, da es Texte und Bilder gibt und diese sich in einer Reihenfolge nach einer eigenen Choreografie zu einer Geschichte entwickeln lassen.“ In ihren Büchern beschäftigt sie sich mit naturwissenschaftlichen Themen wie dem Klima oder der Meeresbiologie, zuletzt mit dem Thema Moore. Inwiefern sich die Buchkünstler in der Tradition der Samisdat-Literatur während der DDR-Zeit verorten, können Besuchende im Gespräch mit ihnen klären. Die ausgestellten Werke können vor Ort erworben werden.

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