Potsdam-Mittelmark: Kuh Herta ist vom Eis
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Potsdam-Mittelmark: Kuh Herta ist vom Eis

Die neue Aktion des Kulturvereins Inselstadt e.V. fand gestern ihren vorläufigen Abschluss

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Werder - Als die Idee Ende 2005 im „Kulturverein Inselstadt“ geboren wurde, war die Zustimmung noch nicht hundertprozentig. Inzwischen sind nicht nur die Vorsitzende des Kulturvereins, Inge Lauwaßer, und die zwanzig Mitwirkenden recht stolz auf ihre bunte Kuh, sondern auch Einwohner und Gäste und die Chefin des „Cafés an der Föhse“, denn dort steht „Herta, die Kuh“ im Schaufenster. Jedermann konnte sehen, wie das einst schneeweiße, lebensgroße Geschöpf in den vergangenen Wochen Tag immer bunter wurde.

Marion Lorenz, Hans Stahlberg, Wilfried Mix und Rose Trotte, die schon an den Aktionen „Die Insel wird zum Bankenviertel“ und „Die Altstadt in Künstlerhand“ beteiligt waren, sind wieder mit dabei. Aber auch andere Künstler wie Tino Würfel, Annett Rosin und Marion Lorenz haben Hand angelegt – und Freizeitkünstler wie Bärbel Krüger und Marie-Luise Stöß, um nur zwei zu nennen.

Es sind ortsverbundene Motive entstanden mit Mühle, Kirche, Schwan und Apfel, auch ein Sonntagsspaziergang ist zu bewundern, Obst, Milchkannen und Pusteblumen Ein freundlicher Mix unterschiedlicher Handschriften. Ballettschuhchen wurden Herta für die kräftigen Vorderfüße spendiert, die Hinterbeine zieren phantasievolle Arbeiten von Rose Trotte: Am linken Huf sitzt ein gar grünes Fröschlein, dass die Gefahr nicht wahrnimmt, in der es schwebt – nämlich von einer unbemerkten Schlange tief im Grase ausgespäht worden zu sein. Nur mit dem Makeup hält sich Herta zurück, ein wenig blass versteckt sie sich hinter Hütchen und Ohrgehänge, als ob sie auf einen guten Visagisten wartet.

Mit Liebe wurden gestern auch die Bonsai-Kühchen präsentiert, die von den Künstlern gestaltet, nun im Verkauf die klammen Vereinskasse füllen helfen sollen. Und auch neue Vereinsmitglieder wurden durch die Aktion „Was geht auf eine Kuhhaut?“ gewonnen.

Erstmal geht Herta auf die Reise, sie wird am 18. März das Unter den Linden und auf dem Marktplatz der Insel stattfindende Frühlingsfest schmücken. Auch zur Baumblüte soll Herta unterwegs sein. Für weitere Einsätze und einen angemessenen öffentlichen Heimat-Stall wird zur Zeit mit dem Kooperationspartner „Raiffeisen-Baustoffhandel“, verhandelt. Dort wurde das Deko-Tier einst entdeckt. Vorgesehen ist, dass Herta den Eingangsbereich des Baustoffpavillons zieren wird.

Immerhin ist Herta nicht nur wunderschön, sondern gehört auch in die Reihe der Kunststoff-Kühe, die seit 1998 in Zürich als Kunstobjekt erwählt wurden und über Hamburg nach New York als designte Kunstobjekte zu neunhundert über den Laufsteg durften, um versteigert zu werden. Mit deren Outfit kann es „Herta, die Kuh“, allemal aufnehmen. Vielleicht sollte sie ihre Schwestern kontaktieren – Networking ist ja inn.

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