Sport: Die Nachfolger düpiert
Alexander Popows große Zeit schien vorbei zu sein – bis er bei der WM den Jungen davonschwamm und Gold holte
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Barcelona. Thomas Rupprath lag auf einer Massagebank, Alexander Popow lag auf der Bank daneben. Stefan Füg tauchte auf, Ruppraths Manager. Er wollte eigentlich nur plaudern. Aber Rupprath deutete mit dem Kopf in Popows Richtung und murmelte: „Da liegt Popow. Er grüßt mich immer.“ Füg sagte später, Rupprath habe es voller Ehrfurcht gesagt. „Es ist unglaublich, welchen Respekt er vor ihm hat.“ Rupprath ist Europameister über 100 m Schmetterling, er hat 27 internationale Medaillen geholt, er hat sieben Weltrekorde aufgestellt – und ist stolz darauf, dass Alexander Popow ihn grüßt. Es gibt unter Schwimmern den Spruch: Wenn dich Popow lobt, bist du wirklich gut. Popow gilt als Legende, als Gesamtkunstwerk. Keiner bewegt sich so elegant im Becken wie er. Wenn Popow schwimmt, sieht es so aus, als gleite er übers Wasser. „Zar“ haben ihn die US-Amerikaner getauft. Popow kommt aus Swerdlowsk/Russland, deshalb.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true