Nach Angriff auf Judoka Timo Cavelius: Gegner äußert sich zu Prügel-Eklat und spricht von Ehrverletzung
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Deutschlands Olympia-Starter Timo Cavelius (r) wurde Opfer einer Prügel-Attacke. (Archivfoto)

© Erik Gruhn/Deutscher Judo-Bund/dpa

Nach Angriff auf Judoka Timo Cavelius: Gegner äußert sich zu Prügel-Eklat und spricht von Ehrverletzung

Akaki Japaridze prügelt in der Bundesliga den deutschen Judoka Timo Cavelius nach dem Kampf krankenhausreif. Dieser will „den Gewaltexzess“ so nicht stehenlassen.

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Seine Attacke auf den deutschen Olympia-Starter Timo Cavelius bei einem Bundesliga-Kampf sorgte in der Judo-Szene für Entsetzen. Jetzt hat sich der Leipziger Gastkämpfer Akaki Japaridze zu Wort gemeldet. „Jede Form von physischer Aggression im Sport ist inakzeptabel. Ich entziehe mich nicht der Verantwortung für das Geschehene“, sagte der Georgier in einer Mitteilung auf seinem Instagram-Kanal.

Der 24 Jahre alte Japaridze vom JC Leipzig hatte den für den TSV Abensberg kämpfenden Cavelius krankenhausreif geprügelt und ihm den Kiefer gebrochen. Warum es zu diesem Ausraster kam, versuchte der Georgier nun zu erklären. Er wolle klarstellen, so schrieb er, dass dieser Vorfall „nicht das Ergebnis von Emotionen“ gewesen sei, die durch die sportliche Niederlage ausgelöst wurden.

„Der Grund war ein anderer: ehrverletzendes Verhalten des Gegners mir gegenüber, sowohl verbal als auch durch Gesten. Das ist im Sport und im Rahmen der Sportethik ebenso völlig unakzeptabel – und in erster Linie unakzeptabel für mich als Georgier und als Mann“, schrieb Japaridze.

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Der mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrte Georgier postete auf Instagram dazu ein Video vom ersten der zwei Bundesliga-Kämpfe gegen Cavelius im 90-Kilo-Limit. Darauf ist zu sehen, dass der durch Ippon unterlegene Cavelius das Urteil des Kampfrichters nicht hinnehmen möchte, während sich Japaridze dreimal respektvoll verbeugt.

Den zweiten Kampf hatte er gegen den Deutschen verloren, dieser zeigte dann eine geballte Faust in Richtung seines Teams und auch in Richtung des Georgiers. Dann prügelte Japaridze plötzlich auf seinen Gegner ein und verletzte ihn im Gesicht schwer.

Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass es zu keinem Zeitpunkt meine Absicht war, Akaki Japaridze als Sportler zu demütigen.

Timo Cavelius

Cavelius reagierte auf diese Darstellung. „Dieser Jubel galt meinem eigenen Team und war Ausdruck der Freude über den gewonnenen Kampf. Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass es zu keinem Zeitpunkt meine Absicht war, Akaki Japaridze als Sportler zu demütigen oder ihn aufgrund seiner Herkunft, seiner Nationalität oder seiner Identität als georgischer Mann zu beleidigen“, schrieb Cavelius in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Stellungnahme und ergänzte: „Sollte mein Jubel bei ihm dennoch als persönliche Provokation oder Kränkung angekommen sein, bedauere ich, dass er ihn so empfunden hat. Eine solche Wirkung war von mir nicht beabsichtigt.“

Cavelius, der nach dem Vorfall am vergangenen Samstag in der Leipziger Universitätsklinik sofort operiert wurde und seinen Kiefer mit drei Platten fixieren ließ, muss nun noch zehn bis zwölf Wochen warten, bis er wieder kämpfen kann. „Ich bin auf dem Weg der Genesung“, sagte Cavelius der dpa.

Rückblickend meinte er: „Selbst wenn mein Jubel bei Akaki Japaridze negative Emotionen ausgelöst haben sollte, kann dies einen solchen Gewaltexzess weder erklären noch rechtfertigen. Ich habe ihn weder verbal beleidigt noch körperlich angegriffen.“ Die Weltmeisterschaft vom 4. bis 11. Oktober in Baku verpasst der 29 Jahre alte Bayer. (dpa)

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