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Sport: Ein helles Licht
Wirtschaftlich gebeutelt, im Fußball das Maß aller Dinge: Das Ruhrgebiet ist elektrisiert vom Erfolg seiner Fußballvereine. Ein Besuch
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Bill Shankly wird im Fußball fast so häufig zitiert wie Sepp Herberger. Der bereits verstorbene Shankly war nicht nur einer der erfolgreichsten Trainer des FC Liverpool, sondern auch ein zuverlässiger Bonmot-Lieferant. So kennt fast jeder Shanklys Ausspruch, dass es beim Fußball nicht um Leben und Tod gehe, sondern um viel mehr. Ein weniger berühmtes Zitat Shanklys dreht sich um Liverpool, die Hafenstadt im Nordwesten Englands. „In dieser Region“, so sagte Shankly, „wird Fußball gegessen, getrunken und geatmet.“ Ob Shankly jemals im Ruhrgebiet war, ist nicht bekannt, doch sein Satz hätte genauso gut in Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum oder Gelsenkirchen fallen können. Wo Eltern den Nachbarn stolz vorführen, dass ihre Kinder vor der Einschulung die Aufstellung und Fangesänge ihres Lieblingsvereins auswendig können. Und wo sie dafür nicht Ablehnung, sondern Anerkennung ernten. Wo die Leute ihre eigene Biografie am besten anhand von Spielen ihres Vereins aus der Vergangenheit erzählen können. „Ein Land, wo man Gesichter Fressen nennt, wo man bollig ist und doch sentimental“, wie es der Kabarettist Frank Goosen formuliert.
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