
© Lynne Sladky/AP/dpa
Fußball-WM: Nach Trump-Anruf: Infantino verteidigt FIFA-Gremien
FIFA-Präsident Infantino betont nach einem Anruf von US-Präsident Trump die Unabhängigkeit der Justizorgane. Kritik an der Entscheidung im Fall Balogun weist er zurück.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
In der Diskussion um die ausgesetzte Rot-Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun hat FIFA-Präsident Gianni Infantino die Unabhängigkeit der zuständigen Justizorgane des Fußball-Weltverbandes hervorgehoben. Die Gremien seien unabhängig und arbeiteten autonom, schrieb Infantino in einer Stellungnahme der FIFA. Zudem wendeten sie den FIFA-Disziplinarkodex an und träfen ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der jeweiligen Faktenlage, so der Funktionär.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.
Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.
Infantino: „So funktioniert das System“
Der FIFA-Chef bestätigte, dass er mit US-Präsident Trump gesprochen habe. Er habe dabei erklärt, dass ein laufendes Verfahren von den unabhängigen FIFA-Justizorganen entschieden werde. „So funktioniert das System der FIFA, und dieses Prinzip werde ich immer verteidigen. Ob uns eine Entscheidung persönlich gefällt oder nicht, ist irrelevant“, sagte Infantino. Der 56-Jährige ergänzte, er spreche regelmäßig auch mit anderen Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern aus Fußball und Wirtschaft.
Balogun hatte im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) die Rote Karte gesehen und war zunächst für ein Spiel gesperrt worden. Die FIFA setzte die Sperre später unter Berufung auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, der die Aussetzung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise ermöglicht, für ein Jahr zur Bewährung aus. Damit dürfte der US-Stürmer nach derzeitigem Stand im Achtelfinale gegen Belgien in dieser Nacht auflaufen.
Der „New York Times“ und der Nachrichtenagentur AP zufolge soll der Aussetzung der Sperre ein Anruf von Trump bei Infantino vorausgegangen sein. Die Entscheidung der FIFA und die Berichte um mögliche Hintergründe lösten internationale Kritik aus.
© dpa-infocom, dpa:260706-930-343464/1
Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.
- showPaywall:
- false
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- false