Marcel Reifs Kolumne: Ich, der Profimensch
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Marcel Reif

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Marcel Reifs Kolumne: Ich, der Profimensch

Die Luft ist raus aus der Saison, die Meisterschaft, theoretisch hin oder her, entschieden. Wie sorgt man dann für Spannung? Unser Kolumnist Marcel Reif stellt sich vor, was in den Köpfen der Fußballprofis dabei vor sich geht.

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Aber ja, der Fußball ist Kommerz, er ist Gier, hat kein Herz mehr, ist Maschinerie, Gelddruckmaschine, Jahrmarkt der Eitelkeiten, und was gibt es noch an Stereotypen? Stereotyp ist es auch anzumerken, dass der Fußball von einer Art Wesen geprägt ist, von ihr gestaltet wird, regiert, gespielt, man nennt diese Art Wesen Menschen. Doch ja, es sind Profis zwar allesamt, bestverdienende Profis, aber Profi ist auch nur einen Untergattung, möglicherweise von Fall zu Fall eine degenerierte Untergattung, aber Menschen mit ihren Unzulänglichkeiten, ihren Fehlern und Nachlässigkeiten sind auch sie. Ein paar von diesen haben jetzt zweimal gegen Kasachstan gespielt. Ein paar Kollegen haben dabei im Fernsehen, Radio, anderswo versucht, die Stimmung hoch zu halten, Gott ja, was soll man auch machen, wenn die sportliche Konstellation nicht mehr Spannung hergibt. Diese Profimenschen auf dem Rasen haben dann kurz die Sache richtiggestellt, und dann die Luft raus gelassen. Unprofessionell? Ja, klar.

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