
© Ina Dittmeyer
Willmanns Kolumne: Landflucht statt Schlandfluch
Unser Kolumnist hat so einiges an dieser Fußball-WM nicht mehr ausgehalten und ist deshalb für das große Halbfinalspiel aufs Land geflohen. In Dieters Bretterbude dann warf der Beamer solch epochale Bilder aufs MDF-Paneel, dass er schnell wieder zum Fan wurde.
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Es ist dieser Tage schwer, sich den Schlandgewittern zu entziehen. Der allzu differenzierte Geist wird bei wonnetrunkenen Gemeinschaftsfußballguckerlebnissen schnell als Mäkelfritze, Spielverderber oder Scheinpatriot verstanden. Bissel mehr Dankbarkeit. Uns geht’s doch gut. Wir müssen nicht übers Meer ins gelobte Land flüchten. Deutschland ist dies und das. Selbst vormals lässige Genies sind SRG. 11 Schwarzrotgoldene deutsche Millionäre gegen 11 brasilianische grüngelbe Millionäre spielten gestern Fußball. Es ging um den Einzug ins Finale der WM. Versteckt in den Kabinen warteten ihre Friseusen, Imageberater, Personal Trainer, Stylisten, Stützstrumpfhalter, Küchendragoner, einschließlich ganzer Horden Sponsoren.
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