Deutsche rennen hinterher: Prämien für professionelles Verhalten
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Peking 2008 - Leichtathletik

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Tagesspiegel Plus

Deutsche rennen hinterher: Prämien für professionelles Verhalten

In Peking waren die deutschen Leichtathleten bei Olympia so schlecht wie seit 1904 nicht mehr. Ein Jahr vor der WM in Berlin suchen die Verantwortlichen Wege aus der Krise.

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Nur wenige Stunden bis zum Wettkampf, Raul Spank schaut noch einmal im Mannschaftsbüro der deutschen Leichtathleten in Peking vorbei. Am Ende seines Besuchs klatscht er in die Hände und sagt: „So, und jetzt Bestleistung.“ Etwas später hat der 20 Jahre alte Hochspringer im Nationalstadion seine Bestmarke auf 2,32 Meter erhöht und den fünften Platz erkämpft.
Geschichten wie diese erzählen sie sich in der deutschen Leichtathletik derzeit gerne. Sie zeigen, dass es noch Athleten mit hohen Zielen gibt und vor allem Athleten, die diese Ziele dann auch erreichen. Viele solcher Geschichten ergaben sich bei den Olympischen Spielen allerdings nicht. Kaum einer übertraf sich in Peking selbst, so wie der Dresdner Raul Spank. Nur eine Bronzemedaille gewannen die deutschen Leichtathleten, durch Christina Obergföll im Speerwerfen, und nicht nur deswegen sagt der Leitende Bundestrainer Jürgen Mallow: „Es ist ein schlechtes Ergebnis. Irgendjemand hat herausgefunden, dass es das schlechteste deutsche Ergebnis seit 1904 war.“

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