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Marcel Reifs Kolumne: Van Gaal'sche Dramaturgie
Einen Spielverlauf wie zwischen dem VfL und Bayern denkt sich nur ein mäßig talentierter Drehbuchautor aus. Und einen Torwartwechsel von Butt zu Kraft nur Louis van Gaal. Spannend bleibt, ob der Trainer alles richtig oder alles falsch gemacht hat.
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Es ist unter uns Freunden des Fußballs banal, aber es bestätigt sich immer wieder: Es gibt Geschichten, die nur ein mäßig talentierter Drehbuchautor schreibt oder der Fußball in der Wirklichkeit. Am Samstag in Wolfsburg wurde mal wieder so eine Geschichte erzählt. Der FC Bayern München in Wolfsburg. Mit dem neuen jungen Torwart Thomas Kraft. Ohne den alten, souveränen und im Bedarfsfall auch sicheren Elfmeterschützen Jörg Butt. Der FC Bayern beginnt überzeugend und glücklich, geht in Führung und bekommt einen Elfmeter zugesprochen. Philipp Lahm tritt an, Butt ist ohnehin nicht vorgesehen als Schütze, und wenn er es wäre, er säße nur draußen. Lahm verschießt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es schon eine hübsche Geschichte. Die Fahrt aufnimmt, weil die arg jugendliche Innenverteidigung Breno/Badstuber patzt und Wolfsburg auch einen Elfmeter zugesprochen bekommt. Ein mäßig talentierter Drehbuchautor würde jetzt Franck Ribéry, den Star und Hoffnungsträger, verletzt ausscheiden und Thomas Kraft den Elfmeter parieren lassen. In der Wirklichkeit aber scheidet Franck Ribéry verletzt aus und Thomas Kraft pariert den Elfmeter.
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