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Heilige Kuh und Goldenes Kalb: Was ist eigentlich Fankultur?
Eine neues Forschungsinstitut will die Fankultur im Fußball entschlüsseln, vermessen und ergründen. Dabei stellt sich allerdings die Frage: Was ist das überhaupt und wer bestimmt die Regeln?
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Sie vereint, sie spaltet, sie provoziert: Fankultur ist Kampfbegriff, Totschlagargument und Herzensangelegenheit. Jeder Fußball-Anhänger versteht etwas anderes darunter, jeder kann hineininterpretieren, was er will. Insofern wartet auf Harald Lange eine kaum zu bewältigende Aufgabe. „Es ist illusorisch, Fankultur genau definieren zu wollen“, sagt der Sportpädagogik-Professor der Universität Würzburg. Gemeinsam mit anderen Sportwissenschaftlern, Soziologen, Politologen und Kriminologen hat Lange im Januar ein „Institut für Fankultur“ gegründet. Damit nähern sich Harald Lange und seine Kollegen einem Thema, das nicht nur in Deutschland eine Mischung aus Heiliger Kuh und Goldenem Kalb ist. Oder vielleicht nur Bullshit? „Fankultur ist ein mystischer Begriff, der irgendwie unantastbar und fast heilig ist“, sagt der Wissenschaftler. „Man darf nichts dagegen sagen, jeder nimmt für sich in Anspruch, zu wissen, was das ist. Aber niemand muss es preisgeben.“
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