Kommentar: Was wirklich behindert
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© Frank Breidert

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Kommentar: Was wirklich behindert

Behinderte, die als Bettler oder Müllsammler arbeiten, mussten Peking Anfang Juli verlassen. Die Olympia-Organisatoren wollten der Welt eine saubere Stadt präsentieren. Erst seit knapp einer Woche sind Behinderte wieder erwünscht – aber nicht alle.

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Wer sich als behinderter Athlet, Funktionär oder Tourist in Peking aufhält, genießt in diesen Tagen eine Vorzugsbehandlung. Bereits am Flughafen warten Helfer, um Rollstühle über Rampen zu schieben, oder Taxifahrer, um die Gäste auf ihren Sitz zu heben. Anlässlich der am Sonnabend eröffneten Paralympischen Spiele zeigt Peking sein behindertenfreundliches Gesicht. Noch nie zuvor hat ein Olympiagastgeber die Spiele der körperlich Behinderten so ernst und wichtig genommen. Fast ohne Unterlass zeigen Fernsehen und Zeitungen behinderte Sportler und ihre Sportarten. Die Botschaft lautet: China ist nicht nur großartig, sondern auch sozial, es kümmert sich um seine Behinderten. Das stimmt allerdings nicht.

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