Bundesliga: Werder Bremen hat den Spagat nicht hinbekommen
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Bilder aus der guten alten Zeit: Willi Lemke (l.) mit Spielmacher Andreas Herzog nach dem DFB-Pokalsieg 1994.

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Tagesspiegel Plus

Bundesliga: Werder Bremen hat den Spagat nicht hinbekommen

Werder Bremen war zu Beginn der 2000er-Jahre der größte Rivale vom FC Bayern München. Am Samstag reisen die Bremer als Tabellenletzter nach München. Um wieder zu alter Stärke zu finden, denkt die Vereinsführung mittlerweile über eine "nicht zu umfangreiche Verschuldung" nach.

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Vor ein paar Wochen, Anfang September, war die Werder-Welt ausnahmsweise mal in Ordnung. Ailton, der frühere Torjäger von Werder Bremen, hatte zu seinem Abschiedsspiel geladen. Der "Kugelblitz" heulte wie ein Schlosshund, vor Rührung, und viele Zuschauer verdrückten ebenfalls ein paar Tränen. Es war ein schöner Abend, man schwelgte in Erinnerungen an glorreiche Zeiten. Aktuell ist vielen Werder-Fans ebenfalls zum Heulen, aber nicht weil sie etwas anrührt, sondern weil der einstige Dauergast in der Champions League mittlerweile in der Bundesliga Tabellenletzter ist. Seit rund einer Woche überschlagen sich zudem die Ereignisse, die letztendlich in der Entmachtung des Aufsichtsratsvorsitzenden Willi Lemke und der Inthronisierung seines Nachfolgers Marco Bode gipfelten.
Um den Absturz jenes Klubs nachzuzeichnen, der einmal der ärgste Rivale von Rekordmeister FC Bayern München war, muss man ein paar Jahre zurückschauen. Man muss daran erinnern, dass dem ehemaligen Sportdirektor Klaus Allofs irgendwann sein feines Näschen abhanden gekommen war, mit dem er Werder zu Beginn der 2000er-Jahre zu einer großen Nummer gemacht hatte. Statt Strategen wie Johan Micoud oder Zauberer wie Diego verpflichtete Allofs irgendwann für teures Geld Flops wie Carlos Alberto oder schwer erziehbare Spätpubertierende wie Marco Arnautovic.

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