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Tarifkonflikt beim Versandhändler: Amazon überwacht Mitarbeiter minutengenau
Noch vor Ostern sollen die Mitarbeiter bei Amazon erneut streiken. Ab Freitag soll bereits in Leipzig gestreikt werden. Eine Lösung im Tarifkonflikt ist nicht in Sicht. Derweil wird bekannt, wie Amazon seine Mitarbeiter auf eine besondere Art überwacht. Das Unternehmen spricht von einem Einzelfall.
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"Der Mitarbeiter war von 7:27 Uhr bis 7:37 Uhr inaktiv", steht in einem so genannten Amazon-Inaktivitätsprotokoll, das der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vorliegt. Der Versandhändler überwache seine Mitarbeiter minutengenau, lautet der Vorwurf. Über die mobilen Geräte, die viele Mitarbeiter in den Amazon-Logistikzentren zum Scannen der Pakete nutzen, würden Pinkel- oder Raucherpausen, aber auch nur einige Sekunden protokolliert und archiviert, die ein Amazon-Packer oder Logistiker nicht in seine Aufgabe investiert. Vollste Arbeitsbelastung bei geringster Bezahlung - das will die Gewerkschaft nicht mehr dulden und ruft erneut zum Streik auf. "Es handelt sich hier um einen absoluten Einzelfall, der sich vor rund einem Jahr ereignet hat, und bei dem ein Vorgesetzter fehlerhaft gehandelt hat. Natürlich sind Verweise wegen Arbeitsunterbrechungen von ein bis zwei Minuten absurd, und dieser Hinweis wurde bereits vor rund einem Jahr aus der Personalakte des Mitarbeiters entfernt", teilte Amazon nach einer Anfrage des Tagesspiegels schriftlich mit.
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