Die Debatte um den Mindestlohn: Außer Kontrolle
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Die Debatte um den Mindestlohn: Außer Kontrolle

Schlachtereien, Werften, Versandhändler: Ein Billiglohnskandal folgt auf den nächsten. Die Regierung aber schmückt sich mit der historisch niedrigen Arbeitslosenzahl.

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Jeden Morgen um sechs Uhr verlässt Martin Müller (Name geändert) das Haus, elf Stunden später kehrt der 42-Jährige zurück – mit 56 Euro. Acht Stunden fährt der gelernte Busfahrer am Tag in Dessau und Umgebung, die Pausen dazwischen werden nicht bezahlt. Am Ende des Monats hat der Vater von drei Kindern 1000 Euro netto, um sich und seine Familie zu versorgen. „Wir kommen auch dank des Kindergeldes so gerade über die Runden“, sagt Müller. Auch bei den anderen Busunternehmen in Sachsen-Anhalt sieht es nicht besser aus. „Alle zahlen um die sieben Euro pro Stunde.“ Als Müller noch in Nordrhein-Westfalen lebte, vor Jahren, da bekam er zehn Euro pro Stunde.

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