Bittere Pille: Berliner Traditionsmarke Schering verschwindet
Ein bedeutender Name der Berliner Industriegeschichte geht verloren: Der Chemiekonzern Bayer tilgt den Namen Schering – und damit 155 Jahre Unternehmenstradition.
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Es ist ein Stück bedeutender Berliner Industriegeschichte, das nun endgültig verschwinden wird. Das Erbe im Stadtteil Wedding ist noch da, die Gebäude an der Müllerstraße stehen noch, die Bänder laufen nach wie vor, und auch einige Produkte, die von diesen Bändern rollen, bleiben die Erfindung des Pharmakonzerns Schering. Der Name aber und damit die 155 Jahre Tradition der Berliner Schering AG gehen nun verloren. Schon die Übernahme durch den Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer im Jahr 2006 hatte geschmerzt. Der Trost für Mitarbeiter und Stadt: Der Standort blieb, die Produktion lief weiter, und der berühmte Name blieb erhalten. „Bayer Schering Pharma“ hieß die Berliner Tochter des Konzerns fortan, eine sensible Entscheidung für das gequälte Berlin, das nach dem Zweiten Weltkrieg fast all seine berühmten Industrieunternehmen verlor. Nun will Bayer sich Schering endlich ganz zu eigen machen: Aus „Bayer Schering Pharma“ wird „Bayer Health Care“.
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