
© Thilo Rückeis
Start-up-Boom in Berlin: Das Milliardending
Start-up-Unternehmen haben nicht den besten Ruf: ein paar junge Typen, die an so Sachen fürs Internet herumbasteln, meistens erfolglos. Dabei ist Berlin ein Magnet für die Szene. Und nach den Leuten mit den guten Ideen kommen nun auch die mit dem großen Geld.
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Morgens hat Christian Reber Zeit für die Milliarde. Wenn er früh die Wohnung verlässt, denkt er an sie: eine Milliarde Euro. Der Gedanke ist immer noch da, wenn er etwas später quer über diesen Berliner Hinterhof läuft. Wenn er auf die schwere Glastür hinten links zugeht, an der er kräftig ziehen muss. Manchmal sieht er dabei kurz sein Spiegelbild – einen Mann in Kapuzenpullover und Basecap, im Gesicht fast noch ein Junge. Im Treppenhaus mit den alten Kacheln umrundet er viermal den Lastenaufzug. Oben schließt er die Tür auf, wieder eine Glastür, dann betritt er die Büroetage und setzt sich an seinen Computer. Eine Milliarde, jetzt erst verschwindet sie aus seinem Kopf. Sie macht Platz für das, was er heute zu tun hat.
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