Porträt des Berliner Designers Werner Aisslinger
zum Hauptinhalt
Wenn die Dienstreise mal wieder zu lange dauert: Ein Stellvertreter aus Papier erinnert die Mitarbeiter daran, wie Werner Aisslinger aussieht.

© Mike Wolff

Tagesspiegel Plus

Titelkopf: Design oder Nichtsein

Werner Aisslingers Produkte stehen im MoMA, in stilbewussten Haushalten und in Hotels. Sein Beruf ist ein Knochenjob.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Der Chef kommt zu spät, aber sein Gesicht ist schon da. Es hängt auf Postern, an den Wänden und schaut mit forschendem Blick in den loftartigen Raum, in dem es überraschend leise ist. Denn im Studio Aisslinger, einem der erfolgreichsten Designbüros Europas, wird an Dutzenden Projekten parallel gearbeitet. Menschen zwischen 25 und 35 sitzen schweigend vor ihren Rechnern, hinter ihnen steht eine Museumsvitrine mit Entwürfen aus den vergangenen Jahrzehnten, ein paar Meter weiter ein Bücherregal – nicht für, sondern aus Büchern. In das man vielleicht seinen E-Book-Reader stellen sollte. Zwischen diesen Zukunftsvisionen und Objekten im Retrodesign scheint die Zeit stehen zu bleiben.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })