
Die Union will in Sachen Steuern womöglich auf die SPD zugehen. Welche Knackpunkte gäbe es bei Koalitionsgesprächen?

Die Union will in Sachen Steuern womöglich auf die SPD zugehen. Welche Knackpunkte gäbe es bei Koalitionsgesprächen?
Mindestlohn, Bildung, Steuern, Gerechtigkeit: All das hat die Wahl nicht entschieden

Renate Künast, Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, hat sich beim Tagesspiegel-Chat einem Ansturm an Fragen gestellt. Warum die Grünen Steuern erhöhen wollen, hat die Teilnehmer beschäftigt, auch Massentierhaltung und Hartz IV, um nur einige Themen zu nennen. Und natürlich ging es um Berlin.

Die Finanzministerin von Schleswig-Holstein, Monika Heinold (Grüne), fordert höhere Steuersätze für Fußball-Millionäre. Die Mehreinnahmen würden gebraucht, um die Infrastruktur zu erneuern: "Gerade mit einem Ferrari fährt es sich nicht gut auf Schlaglochpisten“.

Bei den Steuerplänen für Unternehmen will die Union lieber alles lassen, wie es ist. Die Linke dagegen setzt auf eine Reichensteuer von 75 Prozent.
Eiskalt kalkuliert: Wie es zum jüngsten Schwenk der SPD kam
Eiskalt kalkuliert: Wie es zum jüngsten Schwenk der SPD kam.

Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück verkünden auf einmal - mitten im Wahlkampf -, dass ein zentrales Versprechen des Wahlprogramms nicht mehr gilt. Die SPD wollte Reiche mit höheren Steuern belasten. Hat die Parteispitze kalte Füße bekommen? Es zeigt ganz deutlich: Wenn es um die Macht geht, dann wird auch bei den Genossen eiskalt kalkuliert.

Erinnert sich noch jemand an die Verpackungsteuer? Beim Erfinden von Steuern ist der Staat seit Jahrhunderten erfolgreich. Nur tut er sich schwer, sie wieder abzuschaffen.

Wer den Soli abschaffen will, der verspricht eine Senkung von Einkommen- und Körperschaftsteuern. Das möchte aber angesichts der Aufgaben des Staates fast niemand.
Griechenland senkt im wichtigen Bereich der Gastronomie die Mehrwertsteuer von 23 Prozent auf 13 Prozent. Regierungschef Antonis Samaras kündigte im griechischen Fernsehen die Kürzung bereits für den 1.

Höhere Tabaksteuern und striktere Rauchverbote in der Öffentlichkeit könnten einer Studie zufolge weltweit einer zweistelligen Millionenzahl von Menschen das Leben retten.

Steuern sparen durch das Ehegattensplitting - das war bislang der Ehe von Mann und Frau vorbehalten. Doch künftig profitieren auch schwule und lesbische Paare von diesem Modell. Eine volle Gleichstellung der Homo-Ehe gibt es aber trotzdem nicht.
Warum Ikea-Gründer Ingvar Kamprad im Alter von 87 nach Schweden zurückkehren will.

Die Grünen wollen den Alexander Dobrindt verklagen. Dieser habe ihr Steuermodell falsch dargestellt, so die Grünen. Das Landesgericht Berlin untersagte dem CSU-Generalsekretär bereits, Volker Beck als „Vorsitzenden der Pädophilen-AG“ bei den Grünen zu bezeichnen. Dobrindt zeigt sich unbeeindruckt.

Einer DIW-Studie zufolge rechnet sich die Wirtschaft künstlich arm. So drücken sie ihre Steuerlast um mehr als 90 Milliarden Euro. Das Problem hat sich der Staat selbst geschaffen.
Sie arbeiten für Deutschland im Ausland - doch sie zahlen weder hier noch dort Steuern. Manche Organisationen locken Mitarbeiter gezielt mit solchen Angeboten – bisher ganz legal. Doch im Rahmen der Debatte um Steuergerechtigkeit bleibt die Frage: Ist das in Ordnung?

Viele Entwicklungshelfer zahlen keine Steuern. Die bundeseigene Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sagt, das sei vom Gesetzgeber so gewollt.

Steuerdelikte sind eine Form der Kriminalität. Doch die außergewöhnliche Privilegierung der Steuerkriminellen macht Sinn - und sie eignet sich nicht als Wahlkampfthema.

Mit scharfen Worten hat sich Bundespräsident Joachim Gauck in die Debatte um Steuerhinterziehung eingeschaltet. Über Uli Hoeneß zeigt sich Gauck vor allem verärgert.
Von Hoeneß zu den Grünen: Steuergerechtigkeit wird zum Topthema der Bundestagswahl

Mit der Ankündigung, die Steuern nicht nur für Reiche, sondern auch für die Mittelschicht erhöhen zu wollen, ziehen die Grünen in den Bundestagswahlkampf. Das ist riskant, vor allem dann, wenn die Wähler jetzt anfangen zu rechnen.

Die Steuermoral hängt vor allem von einer subjektiven Wahrnehmung ab: Gibt der Staat meine Steuergelder sinnvoll aus? Denn Bürger, die das System ungerecht finden oder glauben, der Staat verschwende ihr Geld, zahlen weniger bereitwillig.

Touristen sollen künftig fünf Prozent Steuern auf die Übernachtungspreise zahlen. Köln und Hamburg haben die Bettensteuer schon. Ärger gibt es überall. München und Stuttgart haben die Pläne aufgegeben.
KEINE STEUERNZum 1. Januar 2013 sind neue Regeln für Minijobber in Kraft getreten.

Internationale Konzerne sparen Steuern, wo es geht – das ärgert die Politik.
Sie bringt dem Staat jährlich drei Milliarden Euro - heimlich gewissermaßen. Denn die "kalte Progression" ist eine versteckte Steuererhöhung. Schwarz-Gelb wollte sie lindern, Rot-Grün im Bundesrat machte nicht mit. Nun könnte sie zum Wahlkampfthema werden.
EUROPEAN STUDIESViadrina Frankfurt Oder, Abschluss: Master of Arts, Studiendauer: vier Semester, keine Studiengebühren, Informationen unter www.europa-uni.

Die Bearbeitung ist lästig, aber lohnend: 843 Euro bekommen Berliner im Schnitt vom Finanzamt zurück. Dieses Jahr profitieren vor allem Eltern.

Vertreter der Kirchen in Deutschland fordern Steuererhöhungen für Reiche, damit sie stärker an der Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise und der Finanzierung der sozialen Aufgaben des Staates beteiligt werden. So auch der Berliner Kardinal Woelki.
Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen haben 2012 ein Plus von 1,5 Prozent verbucht. Aber das Geld reicht nicht, die Ausgaben lagen insgesamt höher als die Einnahmen. Ein OECD-Vergleich zeigt zudem: Arbeit wird bei uns sehr stark mit Abgaben belastet.

Der neue DIHK-Präsident Eric Schweitzer spricht mit dem Tagesspiegel über die Begrenzung von Manager-Gehältern, die Gefahren durch höhere Steuern und soziales Gleichgewicht.
Finanzausschuss billigt Vorschlag der Verwaltung. Der erste Hund soll im Jahr 24 Euro mehr kosten

Ein 42-jähriger Kaufmann hat Steuern in Höhe von 37 Millionen Euro hinterzogen – mit Hilfe einer gut organisierten Bande. Die EU-Länder ermittelten gemeinsam.
Steuern für geerbte Wertpapiere?

Lufthansa, Air Berlin und Fraport fordern Fairness mehr Fairness vom Staat. Dafür bricht Air-Berlin-Chef Prock-Schauer sogar sein Schweigegelübde.
Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) hat positive Nachrichten. Im Steuersäckl klimpert es: plus 10,7 Millionen Euro bei der Einkommenssteuer im Vergleich zu 2008.
Steuern für die Fondsauflösung?

Steuern, Auflagen, Kappungsgrenzen: Der Branchenverband warnt vor Wohnungsnot und steigenden Mieten.
Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
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