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Hopfen und Malz gewonnen: Warum die Deutschen wieder mehr Bier trinken
Da gärt noch was: Über Jahre hat das Nationalgetränk der Deutschen an Stellenwert verloren. Doch jetzt ist Bier wieder im Kommen.
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Vorbei an Rumänien und Usbekistan, die Ausstellung für Sichtschutzanlagen links liegen gelassen, tut sich im Untergeschoss in Halle 12 eine Welt auf, in der Deutschland noch in Ordnung ist: Dickbäuchige Männer mit hohem Haaransatz sitzen an langen Tischen, essen Leberkäs von senfdurchsuppten Papptellern und trinken Gezapftes aus wuchtigen Gläsern. Auf der Grünen Woche, in der sogenannten Pro-Bierhalle, ist das für viele ein fester Programmpunkt. „Es wird bei uns Deutschen mit wenig so viel Zeit totgeschlagen wie mit Biertrinken“, stellte schon Bismarck fest. Die Deutschen und ihr Bier, das war über Jahrhunderte eng verknüpft. Auch im Ausland genießt deutsches Bier ein hohes Ansehen, Reiseführer verweisen auf das Reinheitsgebot von 1516 und preisen das Bier als deutsches Kulturgut. Tatsächlich aber hat der Gerstensaft in den vergangenen Jahrzehnten stark an Beliebtheit eingebüßt. Um ganze 25 Millionen Hektoliter ging der Absatz hierzulande seit Beginn der Neunzigerjahre zurück.
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