Zur Zukunft des Genitivs: „Die Augen meines Hund“
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Menschen stehen vor dem Currywurst-Imbiss Konnopke's in Prenzlauer Berg.

© Doris Spiekermann-Klaas

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Zur Zukunft des Genitivs: „Die Augen meines Hund“

Wie unentbehrlich ist der Genitiv? Linguisten sehen den Sprachwandel gelassen und entdecken rettende Nischen: Das Apostroph in "Andi's Grillstube" könne sogar hilfreich sein. Und "dem Torwart seine Angst" werde sich nie durchsetzen.

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Zugegeben, es geht dem deutschen Genitiv nicht gut. Sein Niedergang, seit Jahren beklagt, zeigt sich an vielen Beispielen. Verben, die einen Genitiv nach sich ziehen, wie „bezichtigen“, „harren“ oder „gedenken“, klingen veraltet oder sind zu Phrasen erstarrt. Wer wird heute noch ernsthaft sagen: „Ich harre dein“? Präpositionen wie „wegen“ werden mittlerweile auch mit dem Dativ benutzt. Und das Genitiv-s wird nicht selten mit einem Apostroph abgetrennt, etwa auf dem Werbeschild von „Gabi’s Nagelstudio“. Wer den Fehler überhaupt noch bemerkt, dem graust es bildungsbürgerlich. Doch woher rührt der Deutschen weit verbreitete Genitivaversion?

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