Wie die Stasi Aids als Propagandawaffe nutzte: Die Geburt einer Verschwörungstheorie
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In der Prawda, dem Zentralorgan der KPdSU, erschien im Oktober 1986 eine Karikatur, die die KGB-These vom Aidsvirus als biologischem Kampfstoff illustriert.

© BStU

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Wie die Stasi Aids als Propagandawaffe nutzte: Die Geburt einer Verschwörungstheorie

Einige glauben bis heute, dass das Aidsvirus eine US-Biowaffe sei. Die Stasi half, die Legende in die Welt zu setzen.

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Verschwörungstheorien sind wie Viren. Sobald sie es geschafft haben, sich in den Köpfen einiger Menschen festzusetzen, sind sie kaum noch auszurotten. Ein besonders perfides Beispiel dafür ist das Gerücht, das Aidsvirus HIV sei gar nicht vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Vielmehr habe es das US-Militär in einem Labor in Fort Detrick als Biowaffe erschaffen. Die Geheimdienste des Warschauer Paktes streuten es in den 1980er Jahren gezielt, um Stimmung gegen die USA zu machen. Es verunsicherte manchen Noch-Gesunden, HIV-Infizierten und Aids-Kranken. Sie trauten den zerstrittenen Wissenschaftlern nicht mehr, ließen sich nicht testen, verzichteten auf Kondome und anerkannte Therapien – mit teils tödlichen Folgen. Bis heute, lange nachdem der Ostblock zusammengebrochen ist.

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