Sexualität: „Die Puritaner waren nicht verklemmt“
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Brav und bieder. Die Zuschreibung, die Puritaner seien besonders prüde gewesen, begann im 19. Jahrhundert, sagt Michael Hochgeschwender – hier eine undatierte Darstellung von Jennie Brownscombe (1850 bis 1936). Tatsächlich hätten sie aber deftiges Schrifttum zur Bedeutung des weiblichen Orgasmus veröffentlicht.

©  Top Foto/imago/United Archives International

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Sexualität: „Die Puritaner waren nicht verklemmt“

Deftige Anleitungen für den Orgasmus: Der Kulturanthropologe Michael Hochgeschwender über ein bis heute gepflegtes Vorurteil.

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Herr Hochgeschwender, in dem berühmten und auch von Catherine Deneuve unterzeichneten Aufruf einiger französischer Frauen gegen #MeToo ist von „Puritanismus“ die Rede, der die Frauen „wie in den guten alten Tagen der Hexerei“ anketten und zu Opfern machen wolle. Haben solche Vorwürfe mit dem historischen Puritanismus überhaupt etwas zu tun?

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