
© Foto: Mike Theiler/CNP/Ad Media/Imago
Schlachtfeld Sprache: Formulierungen mit Tabu
Der Streit über Formulierungen ist eng mit Macht verbunden. Im Zeitalter der Digitalisierung nimmt die Empfindlichkeit zu - auch wenn die Auseinandersetzungen nicht neu sind.
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Sprache ist zweifelsohne mächtig, sie kann kränken, verletzen, sogar töten. Sprache sei eine Waffe, heißt es in einem überstrapazierten Kurt-Tucholsky-Zitat. Aber genügt das als Erklärung, warum derzeit an so vielen Fronten über Bezeichnungen, Formulierungen, Bedeutungsnuancen gestritten wird? Debatten, so weit das Auge reicht. Hier ein Auszug: Darf man nicht weißen Kindern Shirts mit „Affen“-Sprüchen verpassen? Ist das Wort „Sexskandal“ angemessen, wenn es um Belästigungs- oder Vergewaltigungsvorwürfe geht? Dürfen Klassiker der Weltliteratur umgeschrieben werden? Soll man statt Flüchtling besser Geflüchteter sagen? Müssen Wassermetaphern („Flut“, „Strom“) im Zusammenhang mit Menschenmengen vermieden werden?
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