Toxikologie: Gift fürs Gemüt
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Opium, Kalumel und Belladonna – eigentlich sollte dieser Drogenmix dem Dichter Friedrich Hölderlin helfen. Doch stattdessen vergiftete ihn sein Arzt damit – unbeabsichtigt.

© imago/Horst Rudel

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Toxikologie: Gift fürs Gemüt

Hölderlin war nicht psychisch krank. Verrückt war nur seine Behandlung, sagt ein Arzneimittelexperte.

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Nach glanzvollen Anfängen lebt ein deutscher Dichter 36 Jahre lang in einer Tübinger Turmstube. Lebensuntüchtig, unter Vormundschaft gestellt und menschenscheu wird er von einem Schreiner und seiner Familie umsorgt. War Friedrich Hölderlin (1770 bis 1843) in dieser Zeit „geistig umnachtet“, litt er womöglich an einer Schizophrenie? Diese Frage, die in den Augen mancher auch ein Urteil über den Wert seiner späten Gedichte beinhaltet, beschäftigt seit zwei Jahrhunderten Germanisten und Psychiater.

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