Martin Luther und der Ablasshandel: Was zu den 95 Thesen führte
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Bezahlen für die Sünden. „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!“ Dieser Satz spiegelte die Praxis der Kirche beim Ablasshandel wider (hier ein Holzschnitt um 1500). Gegen den Ablass wandte sich dann Luther mit seinen 95 Thesen.

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Ablasshandel im Spätmittelalter: Gnade gegen Geld

Kirche zwischen Finanzmarkt und Seelsorge: Historiker erforschen den Ablasshandel des Spätmittelalters neu. Der führte schließlich zu Martin Luther und zur Reformationsbewegung.

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Drei Kontrollposten muss man passieren, vorbei an sonnenbebrillten Sicherheitsleuten und Schweizer Gardisten in schmucken Uniformen, um ins materialisierte Gedächtnis der katholischen Kirche zu gelangen. Für eine Stunde öffnet das Vatikanische Geheimarchiv den Teilnehmern der vom Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom veranstalteten Ablasstagung seine Pforten. Ganz so opulent wie in der Dan-Brown-Verfilmung „Illuminati“ kommen die Räumlichkeiten zwar nicht daher, dennoch: Ehrfurchtsvoll ist man schon, im Angesicht von 85 Regalkilometern Schriftbestand und der im Lesesaal eigens für die internationale Crème de la Crème der Mediävistik ausgebreiteten mittelalterlichen Schriftstücke.

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