Stammzellen: Keimzellen des Streits
Ein deutscher Forscher will Stammzellen aus Hoden gewonnen haben. Ein anderer zweifelt die Ergebnisse nun an. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet auf dem Gebiet der Stammzellforschung ein derartiger Streit entsteht.
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Stammzellen sind begehrte Objekte. Schließlich können sie sich zu jeder beliebigen Körperzelle entwickeln und wecken so die Hoffnung, eines Tages Krankheiten wie Parkinson behandeln oder sogar heilen zu können. Und die Zellen sind umso begehrter, je leichter sie sich herstellen lassen, je geringer die ethischen Bedenken sind. Deshalb erregte 2008 die Arbeit eines deutschen Forschers viel Aufmerksamkeit. Thomas Skutella vom Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin (ZRM) an der Tübinger Universität beschrieb im Fachblatt „Nature“ eine kleine Sensation: Wie sein Forscherteam aus dem Hodengewebe von Patienten Zellen gezüchtet hatte mit all den Vorteilen von Stammzellen, aber ohne dafür Embryos zu töten oder Viren in die Zellen zu schleusen.
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