Grenzforschung in Berlin: Mauern einreißen
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Grenzenlos empört. Wie vielerorts in den USA gehen auch in Berlin Menschen gegen die Abschottungspolitik des neuen US-Präsidenten auf die Straße. Im HU-Zentrum sollen etwa gesellschaftliche Veränderungen durch Grenzziehungen erforscht werden.

© imago/Christian Ditsch

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Grenzforschung in Berlin: Mauern einreißen

Grenzen dichtmachen, hohe Mauern bauen? Das Thema ist so aktuell wie nie zuvor. Die Humboldt-Universität bündelt jetzt ihre Grenzforschung - und knüpft damit auch an die Geschichte Berlins an.

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Wer die Gegenwart verstehen will, ist gut beraten, die Vergangenheit zu befragen. Die eigene Bevölkerung abschotten, Grenzen dichtmachen, hohe Mauern bauen? Hatten wir doch alles schon. Und nicht nur einmal in der Geschichte der Menschheit. Trotzdem scheint der Grundsatz im 21. Jahrhundert weiterhin gültig: Wer politische Härte zeigen will, kommt um symbolträchtige Grenzanlagen nicht herum. Oder wie es der Historiker Jürgen Osterhammel 2009 in „Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts“ formuliert hat: „Politische Grenzen sind (…) physische Vergegenständlichung und Orte der materiellen und symbolischen Verdichtung von Herrschaft.“

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