SKA-Teleskop soll Spuren energiereicher Teilchen finden
zum Hauptinhalt
Lauschangriff. Die Radioteleskope des SKA (hier eine Animation für den Antennenpark in Südafrika) ermöglichen es, extrem schwache Signale aus dem All zu registrieren. Astronomen hoffen, damit auch Hinweise auf die Herkunft kosmischer Protonen zu erhalten.

© Abb.: SKA Organisation

Tagesspiegel Plus

Riesenteleskop SKA soll energiereiche Partikel aufspüren: Mit dem Mond auf Teilchenfang

Der Erdtrabant könnte - zusammen mit tausenden Radioteleskopen auf der Erde - Hinweise auf extrem energiereiche Partikel finden. Sicher ist: Sie jagen durchs All - doch keiner weiß genau, woher sie kommen.

Von Rainer Kayser

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Die Idee mutet bizarr an: Astronomen wollen den Mond als Detektor für extrem energiereiche Teilchen der kosmischen Strahlung nutzen. Die Partikel, hauptsächlich positiv geladene Protonen, stellen die Forscher bislang vor ein Rätsel: Wo kommen sie her, wie entstehen sie? Der Erdtrabant könnte – in Kombination mit einer gigantischen Radioteleskop-Anlage auf der Erde – dabei helfen, diese Fragen zu beantworten. Im Schnitt trifft nur nur ein einziges derartiges Teilchen pro Jahrhundert auf einen Quadratkilometer der Erdoberfläche. Um der Herkunft der Partikel auf die Spur zu kommen, müssen die Forscher aber eine große Zahl von ihnen untersuchen, deshalb benötigen sie einen möglichst großen Empfänger.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })