Kolonialkriege: "Pardon wird nicht gegeben"
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Kolonialkriege: "Pardon wird nicht gegeben"

Die Deutschen führten ihre Kolonialkriege brutal. Typisch deutsch sei das aber nicht, sagen Historiker. Wilhelms "Hunnenrede" wirkte nach, doch auch andere Heere marodierten.

Von Anna Sauerbrey

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Die Soldaten standen ordentlich aufgereiht, die Handkante zum Salut an die weißen Hüte gehoben. Wilhelm II. erklomm eine eigens aufgestellte Empore. Es war der 27. Juli 1900, der Kaiser war nach Bremerhaven gereist. Dort schifften an diesem Tag seine Soldaten nach China ein, um den sogenannten Boxeraufstand zu beenden. Der Kaiser verabschiedete sie auf denkbar martialische Weise: „Kommt ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen“, hämmerte Wilhelm in seiner berüchtigten „Hunnenrede“. „Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!“

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