Autismus: Tödliche Diagnosen
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In ihrem Buch "Aspergers Kinder" schildert die Historikerin Edith Sheffer die Verstrickung des Wiener Arztes Hans Asperger in die Euthanasie-Programme der Nazis.

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Autismus: Tödliche Diagnosen

Die Atteste Hans Aspergers waren für viele autistische Kinder in der Nazi-Zeit Todesurteile. Später stellte er sich als NS-Gegner dar.

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Wie viele Menschen heute an einer psychischen Störung des „Autismus-Spektrums“ leiden, kann niemand genau sagen. Da es nach wie vor keine eindeutige Definition des Krankheitsbildes gibt, schwanken die Schätzungen zwischen 0,1 und 1 Prozent der Bevölkerung. Die ursprünglich im 19. Jahrhundert an den Insassen von Gefängnissen und Heimen entwickelte Diagnose „Autismus“ erweiterte der österreichische Arzt Hans Asperger, seit 1931 an der Kinderklinik der Universität Wien, zum Krankheitsbild der „autistischen Psychopathie“ weiter. Es ist bis heute als „Asperger-Syndrom“ für bestimmte Subtypen von Autismus bekannt.

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