
© Rodrigo Madeiro
Viren im Gehirn: Wie Zika Nervenzellen schädigt
Dass Zika Mikrozephalie bei Babys verursachen kann, gilt derzeit als Konsens. Doch das ist nur ein neurologisches Symptom unter vielen. Auch dem Nervensystem von Erwachsenen kann das Virus zusetzen.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Die Bilder, die brasilianische Ärzte von den Gehirnen Neugeborener machen, ähneln sich. Die kleinen Hirne sind verkalkt. Die Nervenzellen sind nicht gut vernetzt. Das Gehirn hat nicht die typische, gefaltete Struktur, stattdessen wirkt die Oberfläche fast glatt. Auf den Computertomografien sind Hohlräume zu erkennen, wo keine sein sollten. Wie ausgeprägt die Missbildungen sind, wenn sich die Mutter während der Schwangerschaft durch einen Mückenstich oder beim Sex mit Zika infiziert hatte, variiert von Kind zu Kind. Doch ein Muster ist offensichtlich: Dieses Virus befällt besonders gern sich entwickelnde Nervenzellen. Bei sieben von 23 Babys, von denen Ärzte aus Recife im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ berichten, war Zika nach der Geburt weiterhin im Hirnwasser nachweisbar. Bei allen Babys fanden sie im Blut Antikörper gegen das Virus.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true