Psychologie: Wir Tagträumer
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Blick nach innen. Wenn die Landschaft monoton vorbeigleitet, lässt die Aufmerksamkeit nach und das Gehirn fängt an, sich mit sich selbst zu beschäftigen. So entstehen die ungewöhnlichsten Ideen.

© Dorothea Schmid/laif

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Psychologie: Wir Tagträumer

Es passiert immer wieder, auf Arbeit, im Auto, am Telefon: Der Geist geht auf Wanderschaft. Diese Tagträume sind keineswegs so unproduktiv, wie man lange dachte.

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Es ist ein Sommertag im Jahr 1990, die 24-jährige Joanne – auch „Jo“ genannt – sitzt im Zug von Manchester nach London und ist gelangweilt. Die Fahrt, die sie in- und auswendig kennt, wird länger dauern als sonst, der Zug hat Verspätung. Jo starrt gedankenverloren aus dem Fenster, auf vorbeiziehende Landschaften, ein paar Kühe – als plötzlich eine Gestalt vor ihrem geistigen Auge erscheint, sehr konkret, detailliert wie ein Bild: ein elfjähriger Junge mit zerzaustem, schwarzem Haar, grünen Augen und einer runden Brille, die kaputt ist.

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