Missständnisse in Jugendhaftanstalt: Brutales Problem
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Strafvollzugsanstalten Berlin

© Wolff

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Missständnisse in Jugendhaftanstalt: Brutales Problem

Fast jeder dritte Häftling ist heute ein Intensivtäter. Die Jugendstrafanstalt Plötzensee ist darauf nicht eingerichtet. Allein schon die Bauweise ist mangelhaft - und es fehlt an Personal.

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Das Problem lässt sich an wenigen Zahlen festmachen. 566 junge Männer sitzen derzeit in der Jugendstrafanstalt Plötzensee, Platz gibt es offiziell für 502. Und genau 161 Gefangene sind sogenannte Intensivtäter, Täter also, die sich durch besonders viele und besonders brutale Taten ausgezeichnet haben. Die Erfolge der Staatsanwaltschaft, die seit vier Jahren junge Serientäter scharf verfolgt, füllen die Gefängnisse mit einer Klientel, auf die die Anstalten nicht vorbereitet sind. Das zeigt sich schon an der Bauweise. In den 70er Jahren, als das neue Jugendgefängnis geplant wurde, wollte man straffällig gewordene junge Menschen formen, bessern. Ihre Zellenfenster liegen nur wenige Meter von der Mauer entfernt. Damals konnte sich keiner vorstellen, dass das ausgenutzt werden könnte, um Drogen und Telefone hineinzuschmuggeln. Damals saßen die meisten wegen Diebstahl, heute wegen Gewalttaten.

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