Dealer und Makler: Klassenkampf in Friedrichshain
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Rausgehen, einschreiten, unsere Straßen und Plätze gegen Gewalt von unten und oben verteidigen? Oder wegziehen?

© Doris Spiekermann-Klaas

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Dealer und Makler: Klassenkampf in Friedrichshain

Lange schien es, der Stadtteil könne die Widersprüche Berlins auflösen: arm sein und sexy, original und originell. Doch nun wird die dortige Mittelschicht zum Opfer ihrer eigenen Toleranz. Da bleibt wohl nur der Exodus.

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Ich wusste, dass es gegen die Kiez-Etikette verstößt, in unserem liberalen Stadtteil, dessen Bewohner so stolz darauf sind, dass hier wirklich jeder nach seiner Façon wüten kann. Doch ich tat es trotzdem: Ich wählte 110. Es war beim Anblick der saufenden Dealer-Truppe, die diesen Platz in der Nähe meiner Wohnung besetzt. Als eines Tages so viele Kunden dort anstanden, als wäre Schlussverkauf, dachte ich: Schluss mit Occupy! Das ist auch mein Kiez. Und wieder rief ich die Polizei, als ich sah, wie grölende Fans der Punkband Pöbel & Gesocks Flaschen auf Autos schleuderten und ein Dixi-Klo der Bauarbeiter umwarfen.

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