ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter": Meine Nazi-Vergangenheit
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Volker Bruch und Tom Schilling bei Dreharbeiten zum ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter".

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Tagesspiegel Plus

ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter": Meine Nazi-Vergangenheit

"Unsere Mütter, unsere Väter" könnte endlich ein Gespräch zwischen den Zeitzeugen des Holocaust und den Nachgeborenen anregen, doch dafür ist es meist zu spät. Unser Autor Stephan Wiehler hat dennoch in der eigenen Familiengeschichte nach Hinweisen gesucht, wie sie in die Nazi-Diktatur verstrickt war.

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Der ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ ist versendet, zurückgeblieben ist die Illusion, das TV-Drama könnte endlich ein Gespräch anregen zwischen den Generationen, zwischen jenen, die Zeitzeugen des Nationalsozialismus waren, und den Nachgeborenen. Doch von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist es dafür zu spät. Wer das Kriegsende 1945 als 18-Jähriger und mit halbwegs entwickeltem Erwachsenen-Bewusstsein erlebt hat, ist heute 86 Jahre alt oder bereits gestorben. Es ist die damalige Flakhelfer-Generation, die Jungmädel und die Kindersoldaten – allenfalls die Verführten. Die Täter und ihre Komplizen, die feigen Mitwisser und verängstigten Mitläufer, sie sind nicht mehr. Gesprochen über das, was in der Nazizeit geschehen ist, über die eigene Verstrickung und Mitverantwortung, hat von ihnen in den vergangenen fast 70 Jahren kaum einer, geschweige denn über persönliche Schuld. Vielleicht bleibt eine Handvoll, die jetzt zum Reden bereit ist.

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