Gabriele Tergit und der Tagesspiegel: „Rindvieh immer rechts“
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Die Schrifstellerin und Journalistin Gabriele Tergit.

© Jens Brüning c/o Schöffling & Co

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Gabriele Tergit und der Tagesspiegel: „Rindvieh immer rechts“

Den Nazis entkommen, schrieb Gabriele Tergit nach dem Krieg für den Tagesspiegel. Es wurde ihr nicht leicht gemacht.

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Genau zu beobachten und als bemerkenswert herauszuarbeiten, was andere offenbar für normal hielten und übergingen, das war eine ihrer großen Stärken. „Ich kam zu Reger“, schreibt Gabriele Tergit, als Jüdin von den Nazis ins Exil getrieben und jetzt zu Besuch aus London in Berlin, beim Tagesspiegel und dessen Gründer im Tempelhofer Ullsteinhaus. „Reger saß in einem sehr großen Zimmer hinter einem Schreibtisch. Das Zimmer war mit einem grünen Teppich ausgelegt, Reger sah verhungert aus, aber das Zimmer wäre zu allen Zeiten das noble Büro des Chefs gewesen. Und daneben die Sekretärinnen, ein Loch, in dem drei Mädchen saßen, zwei Tische mit Schreibmaschinen stießen aneinander, der dritte dagegen. Zwei der Mädchen konnten das Zimmer nur verlassen, wenn die Dritte aufstand.“

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