Chile: Die trotzige Nation
„Viva Chile“ ruft der Präsident, rufen die geretteten Bergarbeiter, ruft das ganze Land. Geradezu überbordend ist der Stolz auf ihren Staat. Daran ändern selbst die dunklen Jahre der Pinochet-Diktatur nur wenig.
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Chile sei heute nicht mehr das gleiche Land wie noch vor zwei Monaten, hat Chiles Staatspräsident Sebastian Pinera unmittelbar nach der Bergung des letzten der 33 verschütteten Minenarbeiter gesagt. Es sei heute geeinter und stärker und werde in der Welt mehr respektiert und geschätzt, so Pinera. Und er fügte an: „Viva Chile!“ Abgesehen davon, dass Pinera entschlossen ist, mit dem erfolgreichen Ausgang der spektakulären Minenarbeiterbergung sein Ansehen und das seiner Regierung zu mehren, fragt man sich: Was war Chile eigentlich für ein Land vor dem Minenunglück? Und: Ist das Resultat dieser neuen Stärke nicht vor allem ein überbordender Nationalismus?
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